Krisen und Belastungen

Krisen und Belastungen

Krisenbelastungen

Krisen können sehr nützlich sein zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zum Abgrenzen und zur Artikulation der jeweiligen Bedürfnisse.

Kommen die Paare aber eigenständig nicht mehr aus der Krise heraus, kann ein Blick von außen und eine professionelle Gesprächsmoderation in Form einer Krisenberatung hilfreich sein und der Beginn eines neuen Gestaltungsprozesses.

Ambivalenzberatung

Bei einer Ambivalenzberatung setzt sich ein Paar schon mit dem Thema der Trennung auseinander. Es handelt sich dann um die Überprüfung dieser Trennungsgedanken.

Sie sind sich (beide) noch nicht sicher und öffnen sich daher einer Überprüfung dieser Trennungsgedanken. Dies kann sehr sinnvoll sein, weil das Paar oftmals gedanklich in einer Einbahnstraße zu stecken scheint. Eine Perspektiverweiterung kann dann sehr befreiend erlebt werden, so dass Beziehungsgestaltung wieder möglich wird.

Trennungsberatung

Nach der Entscheidung für eine Trennung geht es darum, gemeinsam eine gute und respektvolle Form der Trennung zu erarbeiten.

Haben Sie sich im Vorfeld der Beratung oder Therapie schon für eine Trennung entschieden, kann Ihnen meine Begleitung noch einmal Raum geben, sich mit dem gemeinsam Erlebten auseinanderzusetzen und gemeinsam eine gute, respektvolle Form der Trennung zu erarbeiten.

Dazu gehört häufig die Verarbeitung von wechselseitigen Verletzungen, die im Laufe der Beziehung erfolgten. Eine Würdigung der erlittenen Kränkungen, sowie verschiedene Wiedergutmachungsrituale haben sich in der Trennungsberatung als hilfreich erwiesen. So ist es möglich, dass beide nach der Trennung „geklärte“ Verhältnisse haben und einen neuen Lebensweg mit vielleicht neuen Partnern gehen können.

Paarleben und Depressionen

Laut Weltgesundheitsorganisation gelten die depressiven Störungen zu den häufigsten und – hinsichtlich ihrer Schwere – als am meisten unterschätzte psychische Erkrankungen. Schätzungsweise leiden weltweit inzwischen ca. 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie an einer Depression leiden. Erst wenn der Leidensdruck zu groß wird, kann es zu einer Diagnosestellung kommen. Auch in Paarbeziehungen ist das Phänomen der Depression häufig anzutreffen.

Wann oder wie auch immer eine Depression entstanden ist, sie kann für eine Paarbeziehung sehr belastend sein.

So übernimmt der „gesunde“ Partner – möglicherweise aus Rücksichtnahme und Sorge – zu viel Verantwortung. Die Beziehung gerät so in eine Schieflage. Vielleicht zieht sich der von den Depressionen Betroffene in schwierigen Situationen Schutz suchend in die Krankheit zurück und der Partner wird in eine Hilflosigkeit getrieben, die sich auch in Aggression umwandeln kann. Das Leiden, die Dynamik, aber auch die Macht, die von einer Depression ausgehen können, kann im Paarsystem sehr erdrückend erlebt werden und sollte unbedingt berücksichtigt werden!

Durch meine fachliche Auseinandersetzung mit diesem Thema, sehe ich Krankheitszusammenhänge fundiert und erkläre Ihnen diese verständlich. Mit gezielten Methoden können entsprechende Beziehungsdynamiken aufgezeigt werden. Gemeinsam mit Ihnen kann eine neue Sprache entwickelt werden, so dass Sie selbst mit sich und mit Ihrer sozialen Umwelt darüber sprechen lernen und einen guten Umgang mit der Depression finden können.

Paarleben und schwere Erkrankungen

Wenn eine schwere Erkrankung das Leben auf den Kopf stellt, können Paarbeziehungen schwer belastet werden und das gemeinsame Leben kommt oftmals aus dem Gleichgewicht. Die Diagnose betrifft nicht nur die erkrankte Person, sondern auch die Partner*innen. Beide stehen vor emotionalen, organisatorischen, zwischenmenschlichen und auch sexuellen Herausforderungen.

Ängste, Überforderung, Schuldgefühle oder ein verändertes Nähe-Distanz-Erleben können die Beziehung sehr belasten. Oft verändert sich die Rollenverteilung: Aus Partnern werden Pflegende und Bedürftige. Die Kommunikation kann schwieriger werden, gemeinsame Pläne rücken in den Hintergrund, Intimität kann verloren oder kompliziert werden.

In der Paarberatung/Paartherapie finden Sie einen geschützten Raum um:

  • über belastende Gefühle zu sprechen.
  • neue Wege der Kommunikation zu entwickeln.
  • gegenseitiges Verständnis und Mitgefühl auszubilden.
  • die Paarbeziehung trotz oder gerade wegen der Krise zu stabilisieren.
  • eine Balance zwischen Nähe und Selbstfürsorge zu finden.

Sie müssen diese Zeit nicht allein durchstehen. Ich kann Sie professionell und empathisch darin begleiten, als Paar einen gemeinsamen Weg durch die Krankheit zu finden- mit Respekt, Offenheit und neuer Verbundenheit.